1. „Der Autor schöpft aus jahrzehnte-langer Erfahrung und kondensiert seine Einsichten zu einem leicht verständlichen Buch, das einen originellen Weg hin zur Lebensfreude zeigt. Ein gelungenes Buch für ein gelingendes Leben!“

    UNIV.-PROF. DR. BRUNO BUCHBERGER
    Professor für Mathematik,
    Österreicher des Jahres 2010

    25,00
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  2. Presse

    Rezensionen

    "Was für ein wunderbares ..." (lesen)
    - Andrea Schwaiger

    "Es kann einem jungen Menschen ..." (lesen)
    - Dr. Heinz Furtner

  3. Worum es geht Ein Wegweiser durch das Buch Warum sind wir, wie wir sind? Müssen wir alles, was möglich ist, auch anstreben? Was geht in uns vor, wenn wir das Gefühl haben, dass irgendetwas in unserem Leben „nicht passt“?

    Unsere Wurzeln und dieWerkstoffe unseres Lebens Das Verständnis vom Ganzen Was haben unsere chemischen und physikalischen Wurzeln, unsere stammesgeschichtliche Herkunft und die Kultur, die uns umgibt, mit unserer Suche nach dem Sinn in unserem Leben zu tun?

    DEN UNBEWUSSTEN LEBENSPLAN ABLEGEN Die Bedeutung der Erziehung Woher kommen die Erwartungen,
    die wir an uns selbst stellen? Wozu
    dienen sie? Folgen wir noch immer dem
    anerzogenen Lebensplan aus unserer Kindheit?

    PRÜFEN, IN WELCHE UMWELT MAN ÜBER-HAUPT PASST Die passende Lebensnische Leben wir in der für uns passenden Lebensnische? Können wir die für uns passende Umwelt benennen? Wo können wir unser Selbst am besten artikulieren?

    Die innere Freiheit erlan-gen Zum Begriff der Freiheit haben wir unsere innere Freiheit gefunden? Führen wir ein Leben auf Achse, ohne je wirklich anzukommen? Suchen wir die äußere Freiheit, um erst dann die innere Freiheit leben zu können? Die vermeintli-che Freiheit, was ist das?

    Die Arbeitsweise unserer Seele verstehen Die seelische Softwareprogram-mierung Welche Inhalte haben wir in unserer Seele im Laufe unseres Lebens aufgenommen? Wie gut kennen wir die Informationen, die sich auf unserer seelischen Festplatte abgespeichert haben? Können wir das Programm bewusst ändern, oder werden wir unbewusst gesteuert?

    Den Traum vom gelingenden Selbst zur bestimmenden Größe machen Die Weiterentwicklung unserer Softwareprogrammierung Nähern sich unser aktuelles Ich und unser Traum vom gelingenden Selbst tendenziell einem gemeinsamen Wer-deziel? Wie groß ist bei uns die Abweichung zwischen unserem wahrgenommenen Selbst und unserem Selbstideal?

    Krankheits-symptome als Hinweis-schilder erkennen Der Körper und die Seele Warum haben wir welche Krankheits-symptome? Wie können Energieflüsse in ge-sunde, unserem Leben dienliche Kanäle gelenkt werden? Was brauchen wir dazu?

    Wirtschaftlich ein selbstbestimmtes Leben führen Das Diktat des homo oeconomicus als Bildungsideal Ist das eigene Leben ein riskantes Unterfangen? Haben wir unser Leben auf nicht absehbare Risiken aufgebaut?
    Sind wir finanzielle Schulden eingegangen? Haben wir soziale Bindungen gebrochen?
    Wollen wir vor allem „gut sein“, um Karriere zu machen?

    EPILOG Das eigene Leben und das uns umgebende kulturelle Koor-dinatensystem Fühlen wir manchmal so etwas wie ein Unbehagen mit der uns umgebenden Kultur?

    Was prägt die westliche Gesellschaft, welche Regelwerke umgeben uns?

    „Für ein erfüllendes Leben muss man drei große Schritte tun: Man muss die Vergangenheit aufblättern, man muss die Gegenwart anhalten, man muss die Zukunft aufbauen und erträumen. Für so eine komplizierte Aufgabe braucht man einen weitsichtigen Gefährten. Dieses kraft- und gedankenvolle Buch wird dieser Aufgabe gerecht. Eine Seltenheit. Man muss dem Autor gratulieren.
    Dr. med. univ. Hans Steiner Professor für Psychiatrie, Stanford University, California

    Zusammenfassung Es muss im Leben nichts Schlimmes passiert sein – keine üble Kindheit, keine Gewalt, kein tragischer Verlust – und dennoch leidet unsere Seele Schmer-zen. Das ist paradox, aber kennzeichnend für die Zeit, in der wir leben. Denn auch das einfache, ganz normale Leben, in dem nichts Besonderes passiert, hält genügend Schwierigkeiten bereit, mit denen fertig zu werden manchmal schwer ist.

    Dieses Buch ist eine Art Betriebsanleitung für die Seele, die als Softwareprogramm verstanden werden kann. Diese Software wird von drei Seiten program-miert: von der Herkunft, von den gesellschaftlichen Codes und von der persönlichen Entwicklung. Die schlechte Nachricht: Herkunft und Gesellschaft be-stimmen sehr stark die Lebenssoftware.
    Die gute Nachricht: UnsereSoftware bleibt ein Leben lang formbar und kann im Rahmen einer gelingenden persönlichen Entwicklung verändert werden, bis sie dem Menschen, der man eigentlich ist, entspricht.

    Für ein gelingendes Leben ist die Auseinander-setzung mit den unterschiedlichsten Fachbereichen wesentlich. Da uns dafür aber vielfach die Zeit und manchmal die Lust fehlen, soll dieses Buch auch als eine Zusammenfassung vieler Wissensbereiche die-nen und so verstehbar machen, warum ein Mensch ist, wie er ist, und wie ein Mensch der Mensch werden kann, der er ist.
  4. VORWORT Lebenswendungen und Entwicklungen im Leben sucht man sich nicht aus. Sie kommen auf einen zu, ob man will oder nicht. Gut ist, hat man dann passende Strategien und geeignete Werkzeuge zur Hand. Denn auch das einfache, ganz normale Leben, in dem nichts Besonderes passiert, hält genügend Schwierigkeiten bereit, mit denen fertig zu werden manchmal schwer ist. Mein Antrieb, dieses Buch zu schreiben, lag in dem Bedürfnis, die Sichtachse eines Modells zu vermitteln, um dieses ganz normale Leben von uns nicht nur überlebbar zu führen, sondern lebbar zu machen, um an seinem Ende möglicherweise erfüllt zurückzublicken und offen dem zu begegnen, was sich dann ergibt. Mit dieser Sichtachse richte ich mich an Menschen, die mit ihrem Leben etwas vorhaben, dabei aber auf Schwierigkeiten stoßen. An Menschen, die neugierig sind, die sich weiterentwickeln und den Bauplan der Seele verstehen wollen oder einfach nur Lust haben, das für sie Passende aus sich und ihrem Leben herauszuholen. Und an alle, die wissen wollen, wofür ihre Lebensgeschichte gut sein könnte.




    Es ist gleichzeitig ein Aufruf, die eigenen Lebensziele entdecken zu wollen und ihnen auch entgegenzugehen. Und es ist eine gute Motivation, sein Innenleben auseinanderzunehmen, zu entwirren, zu verstehen, zu überdenken, um schlussendlich damit glücklich zu werden. Dann gibt es kein Versagen mehr.
    [...]

    Der ganz normale Wahnsinn Die Lebensbedingungen scheinen gut. Und trotzdem haben viele Menschen seelische Schmerzen. Sind unglücklich oder haben Angst, können nicht schlafen oder brauchen Alkohol und Medikamente. Fühlen sich körperlich nicht fit, sind abgeschlagen. Wie kann das sein, wenn das Leben auf sicheren Schienen läuft? Die meisten von uns haben keinen Krieg hinter sich und haben keine Hungersnot überlebt. Doch auch das einfache, ganz normale Leben, in dem nichts Besonderes passiert, reicht tatsächlich aus, um seelisch aus der Bahn geworfen zu werden. Es hält genügend Schwierigkeiten bereit, mit denen fertig zu werden manchmal schwer ist. Erwartet wird aber von jedem Einzelnen, dass er oder sie in unserer hoch entwickelten Gesellschaft funktionieren und bestehen kann. Jede Zeit hat dominierende Einflüsse. Heute überwiegen Schnelligkeit, Kosten-Nutzen-Balance, Machterhalt, Kapitalinteressen und Funktionieren. Dominierende Einflüsse sind ein Abbild des gesellschaftlichen Konsenses, welche Ressourcen wofür verwendet werden, und stehen oft nicht 





    im Einklang mit dem, was die Seele braucht, um glücklich werden zu können. Denn alles ist möglich. Dieser Werbesatz wird seit Jahren als politisches Gesellschaftsgut verkauft und in unseren Softwareapparat Seele als gesellschaftlicher Code festgeschrieben. Offiziell existiert eine gesellschaftliche Mobilität vom Tellerwäscher zum Superstar. Dadurch entsteht ein hoher Anspruch. Denn auch für den Einzelnen ist theoretisch alles möglich, und so wird es zur Pflicht, sich hohe Ziele zu setzen. Was möglich ist, muss auch angestrebt werden: totale Fitness, steile Karriere, glückliche Familie. Wer aber Ziele ungeprüft von der Außen- in die Innenwelt übernimmt, kann nur versagen. Das Problem beginnt schon damit, dass diese gesellschaftliche Mobilität nur scheinbar besteht. Sie wird schon untergraben, wenn Kinder nicht das seelische Rüstzeug bekommen, um die gewährten äußeren Freiheiten leben und nutzen zu können.
    [...]

    Konfiguration und die Werkstoffe unseres Lebens [...] Vor Jahren saßen meine Familie und ich auf den Stufen eines Museums in Florenz. Wir betrachteten die Davidstatue rechts neben uns und waren beeindruckt von ihrer Schönheit. Jetzt wollen wir uns den Entstehungsprozess der Statue vorstellen. Ein Künstler, Michelangelo, hat etwa vier Jahre daran gearbeitet, also ist langer Atem notwendig, um Ansprechendes entstehen zu lassen. Der Künstler wird am Beginn ein Motiv in sich getragen haben. Grundlage einer Motivation ist immer ein Gefühlszustand, der der vegetativ-affektiven Ebene entstammt. Diese ist die basale Ebene, die uns ein Aktivierungs- und Aufmerksamkeitsniveau zur Verfügung stellt, um überhaupt etwas entstehen zu lassen. Vor dem geistigen Auge des Künstlers verdichten sich also die Linien zu einer Figur. Sie ist für ihn so wichtig, dass sich die Gedanken immer wieder um die Figur drehen. Die im Inneren entstehende Figur formt sich kausal aus den Prägungen, der emotionalen Konditionierung, des Künstlers, und final aus einer Vorahnung darüber, 

    welche Figur er haben will. Die Vorstellung der Figur drängt sich zunächst unbewusst in der Gefühlslandschaft auf. Sie treibt ihn an, an dem Thema zu bleiben. In der kognitiv-kommunikativen Funktion tritt der Künstler mit sich in Kontakt, lernt die Figur zu artikulieren, etwa indem er über sie spricht oder Zeichnungen anlegt. Schließlich wird die Figur für den Künstler gedanklich in vollkommener Klarheit sichtbar. Der Künstler hat seine kausale Anlage mit einer finalen Vorstellung gelingend als Zielbild formuliert. Er überlegt nun, aus welchem Material die Figur bestehen soll, geht in einem Steinbruch auf die Suche, um den passenden Marmorblock zu finden. In täglicher und nächtlicher Werkstattarbeit formt er den Marmorblock mit Hammer, Meißel, Feilen und Schmirgelpapier. Der Künstler legt durch den Widerstand, den er über die Werkzeuge dem Block entgegensetzt, die Figur aus dem Marmorblock frei. Das in Gedanken vorliegende Zielbild hat sich von einer in der Zukunft liegenden gedanklich-energetischen Realität in eine materielle Wirklichkeit gewandelt. Die Vorstellungskraft drängt Gedanken zur Umsetzung in ihrer materiellen Form. Zwischen Denken und Tun ist kein kategorialer, sondern nur ein dimensionaler Unterschied: Gedanken sind

    Handlungen mit niedrigen Energiequanten und Tun Handlungen mit hohen Energiequanten. Der Künstler hat sich mit der Figur also von einer Sollensordnung – derjenigen, wie eine Figur aussehen soll – in eine Seinsordnung – wie er die Figur haben will – hineinentwickelt.
    Die Statue und die Künstlerperson lassen sich getrennt betrachten. Nicht so wir. Indem wir werden, was wir werden können, sind wir Künstler und geschaffenes Kunstwerk in einem. Wohl deshalb gilt das Leben als die schwierigste und zugleich am meisten erfüllende Aufgabe. Ignoriert der Künstler die Eigenschaften des Werkstoffs Marmor, wird keine gelingende Figur entstehen. Ignorieren wir die Werkstoffe unseres Lebens, wird kein gelingender Lebenslauf entstehen. Die Werkstoffe unseres Lebens sind unser Körper und unsere Psyche. Auf Basis der biologischen Figur entwickelt sich die psychische. Beide werden und sind zugleich von Beginn an eine Einheit. Darum wird unser Körper stetig mehr ein Abbild unserer Psyche.
    [...]

    Das Wesen der seelischen Entwicklung Die seelische Entwicklung ist ein zielgerichteter Prozess und vergleichbar mit dem Schreiben eines Softwareprogramms, eben des seelischen Softwareprogramms. Dabei ist die Seele mit der Grundfähigkeit der Programmierbarkeit biologisch ausgestattet. Durch diese Grundfähigkeit füllt sich das seelische Softwareprogramm im Laufe der Lebensentwicklung mit Inhalten. Welche Inhalte in die Seele aufgenommen werden, wird von den drei Einflüssen bestimmt, die wir schon kennen: von den vorherrschenden gesellschaftlichen Codes, von der sozialen Einbettung des Menschen und von der persönlichen Entwicklung. Menschen sind soziale Wesen und haben ein Grundbedürfnis nach Kooperation, Liebe und beantwortetem Wirken durch die Menschen in ihrer Umgebung. Sie brauchen Anerkennung, Wertschätzung und die bedingungslose Überzeugung: So, wie ich bin, ist es gut. Gewähren die gesellschaftlichen Codes und die soziale Einbettung diese Grundbedürfnisse, kann sich die Seele auf ihre Entwicklung konzentrieren, was

    schon schwierig genug ist. Die Seele strebt dann in einem sich selbst organisierenden Prozess in Richtung Gesundheit. Werden die Grundbedürfnisse aber nicht gewährt, versucht die Seele, sie zu erreichen. Dadurch rückt die persönliche Entwicklung unbewusst in den Hintergrund. In den Vordergrund rückt die menschliche Sehnsucht nach Liebe und beantwortetem Wirken durch die Menschen in der persönlichen Umwelt, was zu einem Spiel ohne Ende werden kann. Daraus folgende seelische Zustände reichen vom Unglücklichsein, Unzufriedensein, Getriebensein bis zu den drei großen Gruppen seelischer Störung, den Neurosen, den Persönlichkeitsstörungen und den Psychosen. Je früher in der Lebensentwicklung diese Grundbedürfnisse nicht gewährt werden, umso schlechter ist das für die persönliche Entwicklung. Konnte sich in der Herkunftsfamilie, in der sozialen Einbettung, ein gesundes Selbst entwickeln, spielen die gesellschaftlichen Codes in der persönlichen Entwicklung eine untergeordnete Rolle. Andererseits spielen sie eine gewichtige Rolle, wenn der Grundstein zum gesunden Selbst in der sozialen Einbettung nicht gelegt wurde. [...]

    Schlafstörung, Angst oder Lebensunlust – wie psychische Symptome entstehen können Für psychische Krankheitssymptome wie Schlafstörung, Angst, Depression oder emotionale Instabilität gibt es mehrere Erklärungsansätze. Moderne und von den Naturwissenschaften gestützte Modelle gehen von einer Fehlfunktion in einem der neuronalen Transmittersysteme aus, in dem der Spiegel von Botenstoffen wie Dopamin, Serotonin oder Noradrenalin zu hoch oder zu niedrig sein kann. Akademisches Denken soll aber nicht dazu verleiten, voreilig Schlüsse zu ziehen. So wertvoll die Hirnforschung ist, so sehr wird ihre Aussagekraft über das Sein des Menschen überschätzt. Neuroradiologie, Neurobiologie und Psychopathologie sind ganz wichtige Vorstufen, um das System in seiner Art überhaupt erkennen und beschreiben zu können. Wollen wir aber darüber hinaus eine Ahnung von den Zusammenhängen bekommen, brauchen wir dazu die philosophischen Methoden des Erkennens, da kein Mensch derzeit in der naturwissenschaftlichen Sprache sagen kann,

    wie ein Symptom ursächlich entsteht.

    Natürlich basiert jedes Erkennen, jedes Fühlen auf einem neuronalen Vorgang. Und natürlich ruht der letzte gemeinsame Nenner psychischer Prozesse auf biologischer Ebene. Wollen wir uns aber die Frage stellen, wie ein Symptom überhaupt entsteht, gehen wir einfach eine Beschreibungsebene höher. Nehmen wir an, ein Mensch erlebt Symptome wie gedrückte Stimmungslage, Verzagtheit und Hoffnungslosigkeit. Was geht da vor sich? In der Seele des Menschen liegen in seinem Selbst zwei unterschiedliche Bilder seines Seins. Da ist zum einen sein wahrgenommenes Selbst. Zum anderen ist in dem Menschen ein Bild von seinem Selbstideal angelegt. Entwickelt der Mensch ein Symptom, erlebt er eine Abweichung zwischen seinem wahrgenommenen Selbst und seinem Selbstideal. Die beiden Bilder treffen im Vorbewusstsein des Menschen aufeinander, es entsteht eine Reibung zwischen ihnen. Die Energie, die dabei entsteht, muss irgendwie aus dem System Mensch abgeführt werden. Das ist ein ähnlicher Prozess, wie wenn zwei Kontinentalplatten aufeinanderstoßen. Auch das führt zu Reibung, in der Energie entsteht, die dann in Form

    eines Erdbebens zutage tritt. Natürlich muss die Energie auch im Menschen abgeführt werden. Die abgeführte Energie aus der Reibungskraft zwischen dem wahrgenommenen Selbst und dem Selbstideal äußert sich in den entstehenden Symptomen.
    Die Kräfte, die bei der Entstehung von Symptomen aufeinandertreffen, sind erstens die Kraft der Wahrnehmung des Menschen in seinem aktuellen Ich und zweitens die Kraft, die durch das Grundpotenzial, den Traum des Menschen von seinem gelingenden Selbst, wirkt. Der Mensch erlebt unbewusst, dass die beiden Kräfte nicht vereinbar sind, nicht tendenziell einem gemeinsamen Werdeziel entgegenstreben. Ein Symptom entsteht also, wenn die aktuelle Ichform die Möglichkeit des Lebens im Traum vom gelingenden Selbst nicht wahrnehmen kann, also für Anfragen des Grundpotenzials nicht ansprechbar ist, und die aktuelle Ichform noch über kein Werkzeug zur Erweiterung ihres Bezugsrahmens, das reflexive Bewusstsein, verfügt. Damit ist ein Symptom ein unbewusster Hinweis auf die Existenz des Grundpotenzials. Es ist ein Hinweisschild, das anzeigt, dass die Richtung des Lebensweges noch an ein anderes Werdeziel heranführen kann – sofern die aktuelle Ichform diese 

    Erkenntnis zulässt.
    Jeder Mensch entwickelt dabei jene Symptome, die ihm am ehesten entsprechen. Abhängig von der Charakterstruktur des Menschen nimmt die Energie die Kanäle, die in dem Menschen während seiner sozialen Einbettung und gesellschaftlichen Codierung angelegt wurden. Bei dem einen führen sie zu Verfall, er fühlt sich wie lebendig tot, das kann bis zur Umwandlung der Energie in den Kraftaufwand der Selbsttötung gehen. Bei dem anderen führen sie zu emotionaler Instabilität, bei wieder einem anderen Menschen zur Auflösung der Ichidentität in einer Psychose. Sämtliche Zivilisationskrankheiten wie koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Adipositas mit Typ-II-Diabetes, Asthma bronchiale, Reizdarmsyndrom, Verspannungszustände mit Kopfschmerz oder Rückenleiden sind auch Ausdruck einer nicht gelingenden Energieableitung. Die Reibung wird anstelle eines seelischen Kanals über ein Körperorgan abgeführt. Besitzt das Ich auch reife Anteile, werden die Energieableitungen nicht einen derart dramatischen Kanal wählen. Dann kommen Symptome wie Unzufriedenheit, Lebensunlust, Schlafstörung oder Angst zustande.
    [...]

    Mut, das eigene Leben in die Hand zu nehmen Die Vergangenheit spielt aber nur so lange eine Rolle im Leben, solange wir ihr die Möglichkeit geben, sich immer wieder in den Vordergrund zu drängen, den Kopf immer wieder zu heben. Es braucht aber eigentlich nicht viel, um die Vergangenheit loszuwerden: Mut. Der Mensch braucht den Mut, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Ist der Mut nicht vorhanden, wird sich die Vergangenheit immer wieder zu Wort melden und das Leben verpfuschen. Die Vergangenheit verhält sich wie die neunköpfige Schlange Hydra in der griechischen Mythologie. Man glaubt, sie besiegt zu haben, und plötzlich tritt sie wieder ins Leben. Das ist das Zermürbende. Der neunköpfigen Schlange müssen alle neun Köpfe abgeschlagen werden, damit sie keinen Kopf mehr heben kann. So verhält sich die seelische Reifung in einem immer wiederkehrenden Bemühen um das eigene Selbst. In der Physik ist es nicht anders. Systeme, denen nicht ständig Energie zugeführt wird, verfallen in ein immer größeres Maß an Entropie, an Unordnung. Achten wir nicht auf uns selbst, führen

    wir nicht täglich Energie zu, verfallen wir der Hydra. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist also nur so lange notwendig, solange wir nicht bereit und fähig sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen, weil noch offene Rechnungen zu begleichen sind. Dabei handelt es sich um offene Rechnungen in Form von Ungerechtigkeit, Demütigung und was das Leben an Grauslichem halt so spielt. Diese offenen Rechnungen treiben uns immer wieder in die Vergangenheit, obwohl mehr als ungewiss ist, ob wir sie jemals beglichen bekommen. Darum ist es klug, die offenen Rechnungen abzuschreiben und einfach nach vorne zu gehen. Das ist phasenweise ein schmerzhafter Prozess, aber der richtige. So gesehen ist die ganze Analyse der Vergangenheit eigentlich nicht notwendig. Aber eben nur eigentlich, weil wir Menschen oft lange Zeit brauchen, um die offenen Rechnungen aus der Vergangenheit ruhen lassen zu können.
    Es ist wichtig, dass wir das wissen, um Geduld mit uns zu haben und Schritt halten zu können. Eine seelenärztliche Einsicht dabei ist, dass wir umso schneller sind, je langsamer wir sind. Dadurch ist die Chance gegeben, dass sich das Denken mit dem Fühlen abgleicht. Ein Fortschritt, der sich in 

    Gedanken vollzieht, ohne dass der Fortschritt im Körper erlebbar wird, wird nicht von langer Dauer sein. Aber auch das gehört dazu, denn Rückschläge sind so sicher wie der Weg nach vorne. Es ist ein ständiges Abwechseln, bei welchem die rückwärtsgerichteten Schritte immer weniger werden, bis sie völlig aufhören. Dann beginnt der Weg im Leben ohne angezogene Handbremse. [...]

  5. Umfassend
    Umfassendes Leben

    „Dieses Buch umfasst innerpsychische Prozesse ebenso wie eine bestechende Analyse unserer sozioökonomischen Situa-tion. Ein großer Wurf, der beeindruckt und auch bewegt.“
    Univ.-Prof. Dr. Wilfried Schilli Ehrenvorsitzender der Hilfsorganisation
    Ärzte der Welt, BRD

  6. DDr. Peter Spatt geboren 1964, ist Psychiater, Psychotherapeut, praktischer Arzt und Unternehmensberater. Nach einem Medizinstudium in Wien, Innsbruck und Freiburg folgten ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Stanford University, Graduate School of Business sowie eine Ausbildung in Psychiatrie und Psychotherapie an der Landesnervenklinik in Linz und am Mental Research Institute in Palo Alto, Kalifornien.

    Er arbeitete viele Jahre als praktischer Arzt in säm-
    tlichen medizinischen Abteilungen von der Kinder-heilkunde bis zur Geriatrie und vor allem im Bereich der Psychiatrie. In seiner Funktion als Unternehmensberater war er mit Analysen von Unternehmen in der Schweiz, Österreich und Deutschland beschäftigt und gewann hier tiefe Einblicke in die wechselseitigen Beziehungen von Wirtschaft und Gesellschaft.

    Heute arbeitet Peter Spatt sehr erfolgreich als Psychiater und Psychotherapeut in seiner Praxis und als Gerichtsgutachter im Fachbereich Psychi-atrie, hält Seminare zum Themenbereich einer gelingenden Persönlichkeitsentwicklung und engagiert sich für Sozialliberalismus mit einer gerechteren Marktwirtschaft und einen gelingenden europäischen Integrationsprozess. 
  7. Nächster Workshop 2015 voraussichtlich in Altausseezur Anmeldung






  8. erklärt die wissenschaftliche Basis, auf der das Modell aufbaut.
    In den Übungen erfolgen die Erarbeitung der aktuellen Lebenskonstellation
    und erste Arbeiten zum Entwurf eines Zielbildes.
    bemüht sich um ein Verständnis des Menschen in einem
    geschichtlichen Prozess. Die Teilnehmer erfahren die positiven
    Wirkungen des Eingebundenseins und der Annahme des Lebens
    in seiner tatsächlichen Form.
    beschäftigt sich mit der Arbeitsweise der Psyche. Die Teilnehmer
    lernen die wesentlichen Bausteine des Modells in ihr
    Leben zu integrieren.
    zu gehen, bedeutet das Leben in die Hand zu nehmen.
    Die Arbeiten am Bild über den gewünschten Zielzustand
    sowie das Erlernen zur Implementierung im Leben
    werden fortgesetzt.
    hier widmen wir uns der klugen und besonnenen Reflexion
    über die erarbeiteten Inhalte und das dabei persönlich Erlebte.


    In den Modulen werden die Teilnehmer dazu ermutigt,
    fünfmal einen kreativen Akt zu erleben. Nach Abschluss sind
    sie in der Lage, eine persönliche Lebenskarte zu entwerfen.
  9. „DDr. Peter Spatt versteht es ausgezeichnet, in verständlicher Sprache die komplexen Grundlagen psychischer Krisen darzustellen und Möglichkeiten für ein gelingendes Leben aufzuzeigen. Dieses Buch wird jeder Interessierte mit Spannung und großem Gewinn lesen.“
    Univ.-Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber Psychiatrische Universitätsklinik Innsbruck

    Dankbar
  10. DDr Peter Spatt, Landstraße 7, 4020 Linz, Tel.: 0732 / 779977, office(at)einlebenreicht.com

  11. Regie
    Lehrer

    Creative Director
    Strategieberatung

    Manuskript
    Lektorat
    Korrektorat
    Buchproduktion
    Satz
    Druck
    Initial Motivation
    Atmosphere

    Web Strategie und Design Koordination
    Web Graphic Design
    Web Programming
    Web Development
    Film
    Foto SW
    Farbfoto
    Texter
    Art Director

    Management
    Creative Process Organisation
    Rechtsangelegenheiten

    alle Rechte

    Peter Spatt
    Harry Merl

    Kristin Koniarek
    Bruno Buchberger

    Peter Spatt
    Susanne Decker
    Silvia Wiedemann
    Susn Fürhauser
    Manfred Grabner
    Christian Wimmer
    Cathrin Spatt
    Julian Spatt

    Endre Szasz-Revai
    Jekaterina Fenzl
    Chetan Claudiu
    Endre Szasz-Revai
    Alexander Haasbauer
    Florian Stöllinger
    Robert Maybach
    Magdalene Felgenhauer
    Marlies Brandstetter

    Petra Spatt
    Nina Kern
    German Storch

    Copyright by DDr. Spatt
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    Aufklärung